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Ein neues Leben mit Gesundheit und ohne Schulden

Mein Name ist Elvira Müller und ich bin 60 Jahre alt. Bis zum Mai vorigen Jahres habe ich gedacht, dass ich kerngesund bin und bis zur Rente noch arbeiten gehen kann, da meine Rente eh schon so klein ausfallen wird, da ich die letzten 4 Jahre zu meinem Einkommen schon zusätzlich ALG II bekomme.

Aber dann erhielt ich im Mai 2018 die Diagnose, dass ich aplastische Anämie habe. Sicher hat keiner von Ihnen schon jemals was davon gehört, denn ich hörte es ja auch zum ersten Mal und musste erst mal googeln, was das denn überhaupt konkret ist.

Hier eine kurze Erklärung zu dieser äußerst seltenen Krankheit:

Die aplastische Anämie ist eine seltene und gefährliche Krankheit, die auftritt wenn im Knochenmark die Zellproduktion vermindert ist oder komplett fehlt.

Das Knochenmark ist der eigentliche Produktionsort der Blutzellen. Es gibt rote Blutkörperchen ( Erythrozyten), die für den Sauerstofftransport im Blut von der Lunge verantwortlich sind und weiße Zellen (Leukozyten), die für die Abwehr von Infekten zuständig sind und die Thrombozyten, die durch Zusammenklumpen Blutungen stillen sollen.

Bei der aplastische Anämie ist die Zellproduktion im Knochenmark gestört bzw. sie versagt ganz, d.h. er werden keine ausreichenden Blutzellen mehr gebildet. Symptome sind deshalb Anämie, Infektionen und Blutungen.

Für eine Diagnose erfolgten bei mir bereits 3 Knochenmarkpunktionen, zahlreiche Laboruntersuchungen, ständige Blutbildkontrollen und um mich halbwegs am Leben zu erhalten bin ich abhängig von Transfusionen von Thrombozyten und der roten Blutkörperchen den Erythrozyten.

Was bedeutet das für mich? Bereits eine monatelange Krankheit mit massiven Einschränkungen für mein Leben. Es begann mit 4 Wochen stationärem Aufenthalt im örtlichen KH, danach erfolgte eine Überweisung in die Hämatologie / Onkologie in der Dresdener Uniklinik. Dort bin ich seit Anfang Juli 2018 in Behandlung. Anfangs musste ich einmal pro Woche hinfahren (63 km eine Strecke), daraus wurden bald 2x pro Woche und nun sind es bereits 3x pro Woche. Meine Blutwerte verschlechtern sich ständig und die Transfusionen schlagen kaum mehr an, so dass ich mich ständig in einem lebensbedrohlichen Zustand befinde, denn mein Blutbild zeigt vor der Transfusion schon gar keine Thrombozyten mehr an. Ich habe täglich Nasenbluten, Zahnfleischbluten und hatte auch schon eine Einblutung im Bereich des Sehnervs. Blaue Flecken und punktförmige Einblutungen an den Beinen sind da schon belanglose Symptome.  

Mein gesundheitlicher Zustand ist das eine Problem, das andere ist meine finanzielle Lage. Bis vor 2 Wochen (bevor ich die Blutungen im Sehbereich hatte und nicht mehr richtig sehen konnte) musste ich alle Fahrten nach Dresden mit eigenem PKW machen, weil Transfusionen nicht im Katalog der Krankenkassen stehen. Seit 2 Wochen habe ich nun eine ärztliche Verordnung und brauche nun nicht mehr selbst fahren und alles finanzieren.

Wie geht es weiter?

Es gibt für aplastische Anämie keine Heilung außer mit einer Stammzelltransplantation. Diese soll ich nun auch bekommen. Und ich bin in der glücklichen Lage bei allem Unglück, dass es einen Spender für mich gibt, so dass die Transplantation nun im Februar geplant ist.

Aber das heißt auch für mich, neben der Hoffnung auf ein neues Leben, dass ich weitere Monate krank bin und mir einfach das Geld fehlt um überhaupt die laufenden Kosten wie Miete, Strom ect. bezahlen zu können.

Deshalb habe ich mich für mywallet entschieden um die Hoffnung auf ein gutes Leben nach meiner Transplantation nicht aufzugeben.

Elvira Müller

Veröffentlicht unter Allgemein

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