184. Anni27

Ich wünsche mir von GANZEM Herzen eine für mich finanziell abgesicherte Zukunft mit einem Grundeinkommen, von dem ich leben kann!

Hallo,  

ich bin die Anneliese. Jetzt bin ich 59 Jahre alt, ohne EIGENES EINKOMMEN, OHNE EIGENES GELD und vollständig abhängig von meinem Lebensgefährten – das bedeutet im Moment: Frustration OHNE Ende und ANGST vor der Zukunft.

Mein Projekt:

Ich wünsche mir von GANZEM Herzen eine für mich finanziell abgesicherte Zukunft mit einem Grundeinkommen, von dem ich leben kann.

Hintergründe:

Ich bin Bibliothekarin mit Fachschulabschluss. Diesen Abschluss habe ich 1978 in der ehemaligen DDR gemacht.

1979 wurde meine erste Tochter geboren.

1987 wurde meine zweite Tochter geboren.

Bis zur Wende 1989 habe ich stets mein eigenes Geld und mein persönliches, eigenes Einkommen verdient.

1994 wurde mein Sohn geboren.

Im zweiten Erziehungsjahr stürzte meine Mutter auf der Straße und erlitt den ersten Schlaganfall. Im Krankenhaus folgte der Zweite. Nach Monaten im Krankenhaus wurde sie pflegebedürftig entlassen. Ich entschloss mich, meine Mutter in heimischer Pflege zu umsorgen. So verbrachte ich die nächsten 10 Jahre damit, meine Mutter zu Hause zu pflegen, mit allem, was dazu gehört: Waschen, windeln, füttern, pflegen, Medikamentengabe nach Anleitung – ja, ich erlernte vom Arzt sogar, Spritzen zu geben. Ich wurde vom Amtsgericht als anerkannte Pflegerin anerkannt und bezahlt. Doch 2006 verstarb meine Mutter – 82 jährig – am dritten Schlaganfall.

Für mich und meinen Sohn begann nun das wirtschaftliche Chaos:

Meine Mutter musste beerdigt werden. Dies verschlang meine restlichen Reserven.

Ich suchte verzweifelt nach einem neuen Job, um mein eigenes Einkommen zu generieren. Genau zu dieser Zeit entstanden auch die Harzt4 – Gesetze. Ich war mittlerweile von meinem Ehemann geschieden und lebte in einer Beziehung, die sich nicht so gestaltete, wie ich es am Anfang erhofft hatte. Ich bekam KEINE neue Anstellung, weil ich zu lange aus dem öffentlichen Arbeitsleben raus war. Von meinen drei Kindern war nur noch mein Sohn zu Hause. Mein Sohn und ich erhielten auch KEIN Harzt4 und keine Unterstützung, weil mein Lebenspartner ganze 34.- Euro zu viel für Harzt4 verdiente. Wir wurden in eine Bedarfsgemeinschaft gepresst, die wir aber nie waren. Unsere Lebensbedingungen wurden immer schlechter. Ich konnte dem Jungen keine neue, passende Kleidung kaufen, er konnte nur an wenigen Schulausflügen teilhaben. Er wurde deshalb in der Schule gemobbt. Er war sehr, sehr sportlich und bekam die Möglichkeit, in einer Elite- Sportschule aufgenommen zu werden. Doch letztendlich ging das nicht, weil das Geld dafür fehlte. Ich lief von Amt zu Amt und schrieb mir die Finger wund – doch keiner fühlte sich zuständig, von keinem bekamen wir Unterstützung.

Die Beziehung zu meinem Lebenspartner ging in Riesenschritten in die Brüche. Da ER das Geld hatte, gab es oftmals kaum etwas zu essen für mich und meinen Sohn, wir mussten um jeden Cent und um jede Kleinigkeit betteln. Ich schrieb Bewerbungen über Bewerbungen – und bekam in den meisten Fällen nicht mal eine Antwort, geschweige denn einen Job.

Wir – mein Sohn und ich – verließen diesen Mann und zogen zu einem neuen Lebenspartner, den ich im Internet kennengelernt hatte. Er verhalf mir und dem Jungen zu einem etwas besseren Leben und meinem Kind zu einer Ausbildung. Inzwischen hat mein Sohn seinen Weg gemacht, anders als geplant – dennoch wurmt mich die ganze Geschichte immer noch mörderisch.

Doch nun: mein neuer Lebenspartner ist inzwischen ziemlich krank und bekommt eine Rente, die 67.- Euro über dem Harzt4 Satz liegt. Vor drei Jahren hatte er einen Herzinfarkt und war für kurze Zeit tot. Wir leben momentan am Limit, können seit Jahren nicht in Urlaub fahren und auch angenehme Dinge des Lebens sind nicht möglich. Ich suche immer noch verzweifelt und tagtäglich nach einem Job – doch in einem kleinen Dorf lebend, ohne Auto und Führerschein – und kurz vor meiner eigenen Rente – —- ich bekomme immer wieder zu hören, dass ich zu alt und zu lange aus dem aktiven Arbeitsleben raus bin. Und ohne den Vermittlungsschein vom Amt für Arbeit ist ohnehin kaum etwas möglich. Ich bin gesundheitlich und körperlich sehr fit und kann durchaus noch etwas machen, aber keiner lässt mich!!!!!

Wenn meinem Lebenspartner jetzt etwas zustößt, stehe ich vor dem absoluten NICHTS!!!! Ich müsste sein Haus aufgeben, in dem wir seit 2010 wohnen, da ich es finanziell nicht tragen könnte. Ich habe in dieser Form keine eigene Zukunft und eine Riesen-Angst – weil ich nicht weiß, wie es in so einem Fall weitergehen würde.

Deshalb wünsche ich mir von ganzem Herzen, dass ich mir mit myWallet eine Möglichkeit schaffen kann, die mein eigenes Überleben absichert!

Ich wünsche mir nach den vielen Jahren, in denen ich wirklich darben musste, endlich mal wieder:

–  Verreisen zu können – zum Beispiel an die Nord – oder Ostsee   

– Meinem Lebensgefährten seine Traumreise an den Gardasee       schenken zu können.

– Meinem Lebensgefährten ein gebrauchtes Auto schenken zu können

– zwei E-Bike kaufen zu können

– Längere Wanderungen mit meinem Hündchen machen zu können (über den Rennsteig oder den Kyffhäuser-Weg, über den Heidschnucken-Weg – in Etappen und mit Übernachtungen)

–  Und vieles mehr. Doch als allererstes:

Ich wünsche mir von ganzem Herzen eine finanziell abgesicherte Zukunft mit einem Grundeinkommen, von dem ich – zur Not auch – alleine leben kann.

Veröffentlicht unter Allgemein

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